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Bei der Spracherkennung erfolgt die Texteingabe über ein Mikrofon, das über eine Soundkarte an den Computer angeschlossen ist. Eine Software im Hintergrund versucht das gesprochene Wort zu verstehen und in lesbaren Text umzuwandeln. Hier kann es sich sowohl um die Erfassung von Fließtext für die Textverarbeitung als auch um die Verarbeitung von Programmanweisungen und Menüpunkten handeln.Die Technik der Spracherkennung wurde in den letzten Jahren entscheidend verbessert. Leistungsfähige Personal Computer und großer Speicherplatz ermöglichen heute eine recht hohe Trefferquote, die diese Systeme auch für den gewerblichen Einsatz interessant machen. Besonders bei Anwendungen mit hohem Texterfassungsanteil (z.B. Diktat) lohnt sich der Einsatz eines Spracherkennungssystems.
Da selbst Menschen untereinander oft Probleme haben, sich richtig zu verstehen, gilt diese Problematik insbesondere für Softwareanwendungen. Unterschiedliche Dialekte, Betonungen und möglichweise Sprachfehler des Anwenders erschweren die korrekte Verarbeitung. Spracherkennungssysteme machen daher in der Regel ein Training mit der Software erforderlich. So wird im Programm für jeden Benutzer eine Stimmenanalyse hinterlegt, um die Spracherkennung individuell zu verarbeiten.
Entscheidende Bedeutung kommt hier selbstverständlich der verwendeten Technik zu. So ist der Einsatz eines hochwertigen Mikrofons für gute Erkennungsergebnisse unabdingbar. Um gleichmäßige Stimmqualität zu gewährleisten, ist es auch wichtig, daß das Mikrofon ständig den gleichbleibenden Abstand zum Mund einhält. Die meisten Hersteller liefern daher in der Regel hochwertige und geprüfte Mikrofone, zusammen mit geeigneten Kopfhörern gleich mit der Software.
Das inzwischen entscheidende Kriterium für moderne Spracherkennungstechnologie mit deutlich verbesserten Ergebnissen ist "kontinuierliches Diktieren", was Spracherkennung ohne größere Sprechpausen ermöglicht. Kontinuierliche Spracherkennung erlaubt in der Praxis ein fließendes Diktat in Ihren PC, ähnlich, wie Sie es von klassischen mobilen Diktiergeräten gewöhnt sind.
Die Spracherkennungssoftware kann natürlich nur Begriffe verstehen, die ihr bekannt sind. Daher arbeiten Spracherkennungsprogramme mit großen Begriffsdatenbanken. Die Spracheingabe wird mit den Einträgen der Datenbank verglichen und entsprechend umgesetzt. Als Basisausstattung reicht bereits ein Wortschaft von ca. 30.000 Begriffen aus. Professionellere Systeme verfügen schon über 60.000 Begriffe und erlauben die Möglichkeit, fachspezifische Zusatzdatenbanken, z.B. für Juristen, einzubinden. Das erspart viel Erfassungszeit zu Beginn und erhöht die Trefferquote entscheidend.
Einsteiger- und Profisysteme unterscheiden sich daher hauptsächlich im Umfang der hinterlegten Begriffe. Während professionelle Versionen über 60.000 und mehr Einträge verfügen, begnügen sich die Einsteigerpakete (sog. "Preferred" Versionen) meistens mit nur etwa 30.000 hinterlegten Begriffen, was für privat ambitionierten Einsatz vollkommen ausreichend ist. Der enorme Preisunterschied stellt oft den Mehraufwand dar, die Begriffsdatenbanken selbst zu erweitern. Wer sich in dieser Frage bereits beim Kauf verschätzt hat, kann gegen geringe Gebühr problemlos sein Einsteigersystem auf die Profiversion upgraden.
Neueste Produkte bieten die Möglichkeit der Kombination von Spracherkennung und maschineller Übersetzung im Bundle. Unter der Bezeichnung Talk&Translate diktieren Sie Ihren Text in den Computer und lassen ihn anschließend automatisch in eine Fremdsprache übersetzen.
Die HEISOFT AG bietet in diesem Bereich das Erfolgsprodukt NaturallySpeaking für Windows an.